Hefepilz Scheide: Symptome und Behandlung einer Pilzinfektion

Frauengesundheit Nov 2022

Text Sophia Huthmacher Fotografie Sophia Huthmacher

Juckreiz, Brennen, Schmerzen: Ein Hefepilz an der Scheide ist unangenehm und belastend. Wir erklären, wie du eine Infektion erkennst und erfolgreich behandelst.

Hefepilz an der Scheide ist unangenehm – aber keinesfalls ungewöhnlich. Statistisch gesehen leiden etwa 75% aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben an einer Pilzinfektion. Zwar lassen sich die meisten Infektionen gut behandeln, es ist aber besonders wichtig, dass die Symptome schnell erkannt und die Behandlung sofort gestartet werden kann. Wir erklären dir in unserem Artikel, wie du Scheidenpilz schnell identifizieren kannst und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Krankheitsbild Hefepilz Scheide: Die häufigsten Symptome

Scheidenpilz gibt es in verschiedenen Varianten und mit entsprechend unterschiedlichen Beschwerden. Bei einer Infektion mit einem Scheidenpilz, meist mit dem Pilz Candida albicans, fallen diese ähnlich wie bei anderen Infektionen aus, unterscheiden sich aber dennoch in verschiedenen Punkten. So kannst du selbst erkennen, ob es sich in deinem Fall um eine Infektion mit einem Hefepilz handelt. Wir zeigen dir, auf welche Symptome du besonders achten solltest.

Juckreiz

Das wohl bekannteste Symptom einer Scheidenpilz-Infektion ist der Juckreiz. Obwohl Hefepilz an anderen Körperstellen nicht notwendigerweise zu einem Juckreiz führt, fällt dieser bei einer Infektion der Scheide meist sehr stark aus. So stufen betroffene Frauen diesen in den meisten Fällen sogar als das schlimmste Symptom einer Infektion ein – nicht nur wegen dem unangenehmen Jucken und Brennen selbst, sondern auch wegen dem ständigen Drang, sich im Schritt zu kratzen oder zu reiben, wodurch das Problem jedoch nur weiter verschlimmert wird. Für den starken Juckreiz ist eine übermäßige Vermehrung des Pilzes an den Schleimhäuten der Vagina verantwortlich. Obwohl der Pilz hier praktisch immer vorzufinden ist, kommt es generell erst dann zum Juckreiz, wenn ein gewisser Grenzwert überschritten wird und entsprechend eine Infektion entsteht.

Ausfluss

Ein weiteres typisches Symptom eines Scheidenpilzes ist der Ausfluss. Handelt es sich um eine Infektion mit dem Pilz Candida albicans, fällt der Ausfluss meist weißlich und in manchen Fällen leicht krümelig aus und sondert einen leichten Geruch ab. Anders als viele Menschen annehmen, ist der Geruch hier aber nicht notwendigerweise fischig, sondern häufig eher süßlich. Teilweise kann es zu sehr stark vermehrtem Ausfluss kommen, dies ist aber nicht notwendigerweise bei jeder Infektion der Fall.

Schmerzen, Schwellungen und Rötungen

Zu den Anzeichen von Pilzinfektionen gehören ebenfalls eine geschwollene und gerötete Vulva sowie allgemeine Schwellungen und Schmerzen im Vaginalbereich. Dazu kommt oft ein unangenehmes Brennen im Bereich der inneren Schamlippen sowie in manchen Fällen auch beim Wasserlassen. Durch diese Beschwerden ist es außerdem möglich, dass es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommt – wobei von diesem aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr generell abzusehen ist. Starke Schmerzen, Schwellungen und Rötungen treten vor allem bei einer fortgeschrittenen Infektion auf, können in schwächerer Form aber ebenso eines der ersten Anzeichen für Pilzinfektionen sein.

1 —
Prof. Dr. Bernhard Hube (2019): Wann die Pilzinfektion zur Lebensgefahr wird: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/wann-die-pilzinfektion-zur-lebensgefahr-wird-9687.php

2 —
Frauenärzte im Netz (2018): SCHEIDENPILZ / CANDIDA-INFEKTIONEN / VAGINALMYKOSE / VAGINALPILZ: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/scheidenpilz/

3 —
Carina Rehberg (2022): Scheidenpilz: neun ganzheitliche Tipps: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/infektionskrankheiten/pilzinfektionen-uebersicht/scheidenpilz

4 —
Apotheken Umschau (2017): Scheidenpilz: Symptome, Behandlung, Vorbeugen: https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/erkrankungen-der-weiblichen-geschlechtsorgane/scheidenpilz-symptome-behandlung-vorbeugen-747573.html

5 —
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (2022): Pilzinfektion der Scheide (Scheidenpilz): https://www.gesundheitsinformation.de/pilzinfektion-der-scheide-scheidenpilz.html#:~:text=Eine%20Scheidenpilz%2DInfektion%20kann%20zu,bestimmte%20Medikamente%20k%C3%B6nnen%20dazu%20beitragen.

Diagnose und Behandlung von Scheidenpilz

Ob du an einer Pilzinfektion leidest, lässt sich natürlich nur durch einen entsprechenden Test beim Arzt mit Sicherheit klären. Gleichzeitig muss es sich nicht notwendigerweise um eine Infektion mit dem Candida albicans Pilz handeln. In manchen Fällen können andere Erkrankungen für ähnliche Symptome sorgen und dich so auf die falsche Fährte führen. Worauf du dabei also achten solltest, zeigen wir dir hier noch einmal im Detail.

Pilzinfektion oder bakterielle Ursache?

Infektionen der Vagina werden nicht immer von Pilzen verursacht. Oftmals sind es Bakterien, die für die unangenehmen Beschwerden verantwortlich sind. Besonders häufig kommt es zum Beispiel zu einer bakteriellen Vaginose, die in der Regel durch ein Ungleichgewicht der Scheidenflora verursacht wird. Wie bei einer Infektion mit einem Scheidenpilz kommt es bei einer bakteriellen Vaginose zu teils starkem Juckreiz. Ausfluss ist hier ebenfalls ein gängiges Symptom, wobei dieser im Vergleich zu einer Pilzinfektion meist eher flüssig ausfällt und einen stärkeren, unangenehm fischigen Geruch verursacht. Schmerzen und Schwellungen können bei beiden Arten der Infektion auftreten, sodass diese keine zuverlässigen Indikatoren für eine Diagnose darstellen.

Da die Unterschiede zwischen einer Pilzinfektion und einer bakteriellen Vaginose eher gering ausfallen, werden die beiden Erkrankungen häufig verwechselt. Gerade dann, wenn du noch keine Erfahrung mit Infektionen im Intimbereich gemacht hast, solltest du vorschnelle Schlüsse vermeiden und dich nicht selbst diagnostizieren. Leidest du unter Schmerzen, Juckreiz oder Rötungen und Schwellungen im Genitalbereich, solltest du diese immer mit einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin abklären.

Hefepilz – oder doch etwas anderes?

Der Hefepilz Candida albicans ist eine der häufigsten Ursachen für eine Pilzinfektion, allerdings steckt hinter den lästigen Beschwerden nicht immer genau dieser Pilz. In manchen Fällen können Schmerzen, Juckreiz, Ausfluss und Co. auch von den Candida-Arten Glabrata oder Krusei verursacht werden. Obwohl es bei den Symptomen ein paar kleinere Unterschiede gibt, lässt sich von einem Laien kaum feststellen, um welche Art der Pilzinfektion es sich handelt. Um dies festzustellen, solltest du also in jedem Fall einen Test beim Arzt durchführen lassen.

Hattest du in der Vergangenheit schon einmal eine Pilzinfektion und hast noch die entsprechenden Medikamente vom Frauenarzt zur Hand, liegt es natürlich nahe, beim erneuten Auftreten von Symptomen wieder auf diese zurückzugreifen. Handelt es sich um den gleichen Scheidenpilz, sind diese auch durchaus wirksam. Problematisch wird es dann, wenn die Symptome durch eine andere Pilzart hervorgerufen werden. In diesem Fall zeigen die Medikamente generell keine Wirkung, sodass sich die Infektion und damit die Symptome schnell verschlechtern können. Wir raten deshalb: Gehe immer erst zur Untersuchung bei deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin, bevor du auf eine Eigenbehandlung zurückgreifst.

Die Behandlungsmöglichkeiten

Die Symptome einer Scheidenpilzinfektion sind unangenehm und können bei betroffenen Frauen jede Menge Unwohlsein und Schmerzen verursachen. Bei einer Infektion mit dem Scheidenpilz Candida albicans gibt es aber dennoch gute Neuigkeiten, denn: Mit den richtigen Medikamenten lässt sich die Erkrankung schnell und wirksam behandeln. Hier kommen in der Regel sogenannte Antimykotika zum Einsatz, die bei anderen Pilzarten teilweise aber keine Wirkung zeigen, sodass du die Behandlung entsprechend mit deinem Arzt oder deiner Ärztin abklären solltest.

Generell besteht bei einer Pilzinfektion ein hohes Risiko, dass es erneut zu einem Ausbruch kommt. Aus diesem Grund ist es ratsam, nicht nur die Symptome von Scheidenpilz, sondern auch die Ursache der Krankheit zu bekämpfen. Zu diesem Zweck musst du natürlich zunächst einmal herausfinden, welche Ursachen die jeweilige Infektion genau hat.

In manchen Fällen sind es Darmpilze, die die Scheidenschleimhaut befallen. Andererseits kann eine Infektion auch durch die Vaginalflora begünstigt werden, zum Beispiel wenn diese durch die Einnahme von Antibiotika, durch Rauchen, hormonelle Verhütungsmittel oder andere Faktoren gestört wird. Möchtest du den Ursachen auf den Grund gehen, solltest du alle Umstände und möglichen Einflüsse in Betracht ziehen und diese mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin abklären, um die bestmögliche Behandlung zu erhalten. Damit du auf Dauer nicht mehr mit den lästigen Infektionen zu kämpfen hast, ist in den meisten Fällen aber eine Mischung aus einer medikamentösen Behandlung und einer Umstellung deines Lifestyles basierend auf den Ursachen zu empfehlen.

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