Was machen die Menstruationszyklus-Phasen mit mir?

FavoritenZykluswissen Mai 2022

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Erfahre, wie du Menstruationszklus-Phasen aktiv für dich nutzen kannst und warum eine schwankende Zykluslänge gar nicht so selten und bedenklich ist.

Dein Zyklus beeinflusst dich und du beeinflusst deinen Zyklus: Vielleicht kennst du es, während deiner Periode bist du erschöpft und brauchst viel Erholung. Nur wenige Zeit später geht es dir viel besser und du blühst wieder voll auf. Wenn du viel Stress hast, kann dein Hormonspiegel aus dem Gleichgewicht geraten und dein Zyklus ist plötzlich länger oder kürzer als normalerweise. Doch was passiert während deines Zyklus genau in deinem Körper? Wir erklären es dir.

Welche Menstruationszyklus-Phasen gibt es?

Innerhalb eines Zyklus laufen viele verschiedene Prozesse in deinem Körper ab, die sich auch auf dein Energielevel und deinen Gemütszustand auswirken. Deshalb solltest du während der einzelnen Phasen genau auf deinen Körper hören. Welche Signale gibt dir dein Körper und wie solltest du darauf reagieren?

Die Menstruationsphase

Der weibliche Zyklus beginnt mit der Menstruationsphase. Der erste Zyklustag ist also gleichzeitig der erste Tag der Menstruation. Eine Monatsblutung dauert etwa 3 bis 5 Tage. Durch die Kontraktion der Gebärmutter wird die funktionelle Schicht der Gebärmutterschleimhaut nach und nach abgestoßen. Die abgestoßene Schleimhaut wird dann als Periode ausgeschieden.

Durch die Kontraktion der Gebärmutter haben viele Frauen leichte Krämpfe oder Schmerzen im Unterleib. Bei regelmäßig stärkeren Schmerzen solltest du unbedingt mit deinem Frauenarzt bzw. deiner Frauenärztin sprechen. In der Zeit der Periode bemerken viele Frauen ein allgemeines Unwohlsein und fühlen sich unproduktiver und träger als sonst. Das kann zum einen an deinen Symptomen, die beispielsweise durch PMS ausgelöst werden, und zum anderen an deinem Hormonspiegel liegen, der während der Menstruation eher niedrig ist.

Während deiner Regel solltest du besonders gut auf deinen Körper hören, gönne dir in dieser Zeit ausreichend Ruhepausen zum Reflektieren. Viel Erholung und Schlaf sind jetzt wichtig, da vor allem dann Regenerationsprozesse in deinem Körper ablaufen. Aus diesem Grund solltest du deinen Körper auch nicht mit zu anstrengenden Sportarten überfordern, sondern lieber spazieren gehen oder entspannte Yoga-Einheiten praktizieren. Wenn du kannst, solltest du in dieser Zeit auch die Arbeit etwas reduzieren.

Die Follikelphase

Die Follikelphase bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Ende der Menstruation und dem Eisprung. Nach der Periode ist dein Östrogen- und Progesteronspiegel sehr niedrig. Daher wird das follikelstimulierende Hormon FSH gebildet. Es sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut dicker wird, um die Einnistung der befruchteten Eizelle vorzubereiten. Außerdem reift durch das FSH der Follikel und die in ihm enthaltene Eizelle im Eierstock an.

In dieser Phase neigen manche Frauen, die empfindlich auf Hormonschwankungen reagieren, zu Migräne. Einige bemerken hingegen, dass sie in dieser Zeit vollere Brüste, eine reinere Haut und ein höheres Selbstbewusstsein haben. Zudem verspüren die meisten Frauen eine erhöhte Libido, das heißt du hast in den Tagen rundum deinen Eisprung ein höheres sexuelles Verlangen.

Die Follikelphase kann man auch als Wachstumsphase bezeichnen. In dieser Phase hast du wahrscheinlich viel Energie. Diese solltest du für rationale Entscheidungen, viel Sport und neue Projekte nutzen. In dieser Zyklusphase bist du leicht zu motivieren und kannst dich gut auf deine täglichen Aufgaben fokussieren.

Der Eisprung

Am Ende der Follikelphase ist eine Eizelle gereift und kann freigesetzt werden. Wenn das hormonelle Gleichgewicht genau richtig ist, wird eine Eizelle zur Befruchtung freigegeben. Dein Eisprung, die Ovulation, findet zwischen dem 12. und 14. Zyklustag statt. Ist der Follikel geplatzt und hat die Eizelle freigegeben, wandert die Eizelle etwa 24 Stunden lang den Eileiter hinab. Um schwanger zu werden, muss die Eizelle innerhalb dieser 24 Stunden befruchtet werden, ansonsten stirbt sie ab.

Beim Eisprung öffnet sich der Gebärmutterhals und der Zervixschleim verflüssigt sich. So können Spermien besser über den Gebärmutterhals und die Gebärmutterhöhle in den Eileiter gelangen. Dort überleben die Spermien bis zu fünf Tage. Außerdem steigt deine Körpertemperatur etwas an, denn in einer wärmeren Umgebung halten sich die Spermien besser und eine Schwangerschaft wird wahrscheinlicher.

Am Tag deines Eisprungs bist du wahrscheinlich besonders risikobereit. Es ist also der perfekte Tag für schwierige Gespräche, wie Gehaltsverhandlungen oder Job-Interviews. Ebenso ist der Eisprung ein guter Zeitpunkt für Produktivität, Spaß und Sport. Vor allem, wenn ein Kinderwunsch besteht, solltest du in den Tagen um deinen Eisprung herum deinem Verlangen nach Sex nachgehen.

Lutealphase

Die Lutealphase beginnt, wenn die Eizelle freigesetzt wurde. Diese Phase wird auch als Gelbkörperphase bezeichnet, da die Eizelle ihre Hülle, den Gelbkörper, hinterlässt, der anfängt, mithilfe vom Hormon LH, Progesteron zu produzieren, um die Gebärmutterschleimhaut reifen zu lassen. Die Schleimhaut wird dann so umgebaut, dass sie bereit ist, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen.

In deiner Gebärmutterschleimhaut wird die Bildung von Gefäßen verstärkt, um so die Durchblutung zu erhöhen. Außerdem werden Schleimbläschen und stützende Gewebestrukturen gebildet, damit eine perfekte Umgebung für die befruchtete Eizelle geschaffen wird. Etwa ab dem 21. Zyklustag wird langsam weniger Progesteron gebildet, da sich keine Eizelle einnisten konnte. Der Progesteron- und Östrogenspiegel sind so niedrig, dass die Gebärmutterschleimhaut zerfällt. Damit beginnt die Blutung und der nächste Menstruationszyklus beginnt.

In der letzten Phase haben viele Frauen mit PMS und hormonell bedingter Akne zu kämpfen. Dazu kommt eine höhere Stoffwechselgeschwindigkeit, die dazu führt, dass du mehr Appetit verspürst. Nimm dir in der Lutealphase Zeit für Routineaufgaben oder beende angefangene Projekte. Diese Zyklusphase kannst du ebenso zum Reflektieren nutzen und so alte Gewohnheiten ablegen.

Die Länge deines Zyklus

Unregelmäßige Zyklen kommen bei vielen Frauen vor und sind kein Grund zur Sorge. Oftmals ist ein hormonelles Ungleichgewicht die Ursache für verkürzte oder verlängerte Zyklen. Vor allem in der Pubertät oder in den Wechseljahren sind Hormonschwankungen nicht besorgniserregend. Solltest du über eine längere Zeit Veränderungen in deinem Zyklus spüren, solltest du dennoch unbedingt mit deinem Frauenarzt sprechen.

Es gibt mehrere Gründe, die zu Zyklusveränderungen führen können. Zum einen können Erkrankungen einen Einfluss auf die Länge deines Zyklus haben, wie zum Beispiel:
Chronische Eileiter- und Eierstockentzündung
Gutartige Eierstockzysten (PCO-Syndrom)
Bösartige Eierstock Tumore (treten meistens erst nach den Wechseljahren auf)

Andere Erkrankungen können Hormonstörungen auslösen, die dann beeinflussen, wie lang dein Zyklus ist. Solche Erkrankungen können zum Beispiel folgende sein:
Funktionsstörungen der Schilddrüse
erhöhter oder zu geringer Blutzucker
Untergewicht und Magersucht
Unterfunktion des Hypophysenvorderlappen

Allerdings muss nicht unbedingt eine Krankheit der Grund für einen veränderten Zyklus sein. Es gibt auch andere Einflussfaktoren, die die Zykluslänge verändern können. Diese Faktoren sind bei allen Menschen unterschiedlich. Einen Einfluss haben, können beispielsweise:

Stress
Ungesunde Ernährung
Suchtmittel
Absetzen hormoneller Verhütungsmittel
Ortswechsel
Klimawechsel

Normaler Zyklus

Der weibliche Zyklus dauert durchschnittlich 28 Tage. Ein normaler Zyklus ist von Frau zu Frau verschieden, und unterliegt durchaus Schwankungen zwischen ungefähr 26 und 32 Tagen. In dieser Zeit kannst du mit einem Blutverlust von etwa 60 Millilitern rechnen. Sollten dir langfristige Zyklusstörungen auffallen, solltest du unbedingt einen Frauenarzt aufsuchen.

Verkürzter Zyklus

Ein Zyklus, der dauerhaft weniger als 25 Tage andauert, wird als verkürzter Zyklus bezeichnet. Er tritt oft bei jungen Mädchen oder bei Frauen vor den Wechseljahren auf. Die Ursache liegt oftmals in einem hormonellen Ungleichgewicht. In vielen Fällen ist in verkürzten Zyklen die Gelbkörperphase kürzer als bei einem normalen Zyklus. Außerdem kann ein zu kurzer Zyklus ein Hinweis darauf sein, dass kein Eisprung stattgefunden hat. Ein verkürzter Zyklus ist nicht zwingend behandlungsbedürftig, sollte aber trotzdem abgeklärt werden.

Langer Zyklus

Ein langer Zyklus kann zwischen 35 und 45 Tagen dauern. Sollte dein Zyklus regelmäßig länger, als 45 Tage dauern, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Die Ursache für das Ausbleiben der Blutung ist in den seltensten Fällen eine Krankheit. In den meisten Fällen ist ein verlängerter Zyklus stressbedingt. Allerdings können auch Medikamente oder das Absetzen von Verhütungsmitteln ein Grund für einen verlängerten Zyklus sein. Um den weiblichen Zyklus wieder ins Gleichgewicht zu bringen, muss die Grunderkrankung behandelt werden.

Zwischenblutungen

Blutungen außerhalb des Zyklus werden als Zwischenblutungen bezeichnet. Sie sind größtenteils einmalig und nach wenigen Stunden wieder vorbei. Eine Zwischenblutung kann aber auch mehrere Tage andauern. Zwischenblutungen können unmittelbar nach dem Eisprung auftreten und sind oftmals hormonell bedingt. Selten werden sie durch Verhütungsmittel, wie die Spirale oder Pille, verursacht. Du solltest das bei deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin abklären und gegebenenfalls das Verhütungsmittel wechseln. Starke Zwischenblutungen sind oft organisch bedingt und sollten unbedingt beim Facharzt abgeklärt werden.

Wenn keine organischen oder hormonellen Ursachen vorliegen, kann die Anwendung von Heilpflanzen sinnvoll sein. Heilpflanzen, wie Johanniskraut, Granatapfel, Schwarzkümmel und Hanf helfen auch bei anderen zyklusbedingten Beschwerden.

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