Wie Zyklus-Hormone deinen Körper steuern

ZykluswissenFavoriten Mai 2022

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Erfahre alle wichtigen Infos zu den verschiedenen Zyklus-Hormonen und wie sich diese auf deinen Körper, deine Stimmung und deinen Alltag auswirken können.

Im Laufe deines Zyklus macht dein Körper jede Menge Veränderungen durch. Dafür sind verschiedene Zyklus-Hormone verantwortlich, wie zum Beispiel Östrogen und Progesteron. Doch wie genau steuern diese Hormone deinen Zyklus? Und was stellen sie mit deinem Körper und deiner Stimmung an? Das verraten wir dir in diesem Beitrag.

Welche Zyklus-Hormone gibt es?

Hormone sind wichtige Botenstoffe, die den Stoffwechsel in deinem Körper regulieren und steuern. Zyklus-Hormone sind speziell für alle Vorgänge verantwortlich, die mit deinem Menstruationszyklus zusammenhängen und steuern unter anderem die Zyklusphasen. Dazu gehören die Menstruationsphase, die Follikelphase, der Eisprung und die Lutealphase, bei denen jeweils verschiedene Zyklus-Hormone ins Spiel kommen.

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation. Anschließend werden in der Follikelphase die Eibläschen gebildet, in denen die Eizellen heranreifen. Sobald die Eizelle vollständig gereift ist, kommt es zum Eisprung. Die letzte Phase des Zyklus, die mit dem Eisprung beginnt, ist die Lutealphase. Hier wird die Gebärmutter für die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet. Falls es nicht zur Befruchtung kommt, startet mit der Menstruation der nächste Zyklus.

Die verschiedenen Hormone, die im Laufe des Zyklus produziert und freigesetzt werden, wirken sich aber nicht nur auf deinen Menstruationszyklus aus. Auch deine Stimmung und dein allgemeines Wohlbefinden können dir Hinweise darauf geben, in welcher Zyklusphase du dich befindest. Damit du genau weißt, welches Hormon gerade die Oberhand hat, findest du hier alle wichtigen Infos zu den unterschiedlichen Zyklus-Hormonen.

Östrogen

Während der Menstruation, also der ersten Phase, wird der weibliche Zyklus in erster Linie durch das Geschlechtshormon Östrogen gesteuert. Dieses spielt bei mehreren Prozessen im Körper eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel bei der Reifung der Follikel, in denen sich die Eizellen bilden, der Bildung der Gebärmutterschleimhaut sowie beim Transport der Eizelle in die Gebärmutter.

Gleichzeitig sorgt Östrogen für eine vermehrte Produktion des Glückshormons Serotonin im Gehirn, sodass es sich auch auf deine Stimmung auswirkt. So ist es zum Beispiel gut möglich, dass du dich während dieser Zeit besonders attraktiv und glücklich fühlst. Je mehr du dich dem Eisprung näherst, desto weiter steigt das Östrogen in deinem Körper an, was auch dazu führt, dass deine Libido ansteigt.

Nach dem Eisprung sinkt das Östrogen in der Regel schnell ab, steigt aber während der anschließenden Lutealphase noch einmal an, um die Gebärmutter bei der Vorbereitung der Schleimhaut auf eine möglichen Einnistung zu unterstützen. Auch dieser Wechsel, insbesondere im Zusammenspiel mit weiteren Zyklus-Hormonen, kann zu körperlichen sowie auch mentalen Veränderungen und Beschwerden führen. Diese werden allgemein als Prämenstruelles Syndrom (PMS) bezeichnet.

Follikel stimulierendes Hormon (FSH)

Das Follikel stimulierende Hormon (FSH) spielt insbesondere zur Mitte des Zyklus kurz vor dem Eisprung eine besonders wichtige Rolle. Wie der Name des Hormons bereits vermuten lässt, sorgt dieses dafür, dass die Produktion von Follikeln, auch Eibläschen genannt, angeregt wird.

Sobald sich die Eibläschen innerhalb der Eierstöcke vollständig gebildet haben, kann es zum Eisprung kommen. Das FSH spielt also in Bezug auf deine Fruchtbarkeit eine große Rolle, wirkt sich gemeinsam mit dem Hormon Östrogen aber auch auf deine Libido aus, die kurz vor dem Eisprung ihren Höhepunkt erreicht.

Luteinisierendes Hormon (LH)

Anders als das FSH ist das luteinisierende Hormon nicht für die Bildung der Eizelle, sondern für den eigentlichen Eisprung zuständig. Kurz vor dem Eisprung, also am Ende der Follikelphase, steigt der LH-Level stark an. Dadurch wird der Eisprung ausgelöst und anschließend die Bildung des Gelbkörpers gefördert, welcher wiederum für die Produktion des Zyklus Hormons Progesteron zuständig ist. Sobald der Eisprung abgeschlossen ist, sinkt der LH-Spiegel wieder.

Progesteron

Das Progesteron ist das wohl wichtigste Hormon in der Lutealphase und wird auch als Gelbkörperhormon bezeichnet. Das liegt daran, dass es in der Eihülle, dem sogenannten Gelbkörper, produziert wird. Das Progesteron dient in erster Linie dazu, die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Es regt die Produktion der Gebärmutterschleimhaut an und bereitet sie auf die mögliche Einnistung einer befruchteten Eizelle vor.

Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel immer weiter an. Kommt es während des Zyklus zu keiner erfolgreichen Befruchtung, löst sich der Gelbkörper mit der Zeit auf, sodass auch die Produktion des Progesterons immer weiter nachlässt. Sollte es während des Zyklus zu einer erfolgreichen Befruchtung kommen, steigt der Progesteronspiegel hingegen weiter an.

Das Progesteron wirkt sich nicht nur stark auf deinen Zyklus, sondern auch auf dein allgemeines Wohlbefinden aus. Durch den zunächst starken Anstieg nach dem Eisprung und den anschließend recht schnell sinkenden Progesteronspiegel kann es schnell zu Verstimmungen und einer allgemeinen Unausgeglichenheit kommen.

Das merkst du eventuell daran, dass du dich gegen Ende der zweiten Zyklushälfte, also kurz vor der Menstruation, unruhig, reizbar, müde und schlapp fühlst. Bei einer erfolgreichen Befruchtung der Eizelle steigt der Progesteronspiegel weiter an, was ebenfalls zu verschiedenen Symptomen führt. Typische erste Anzeichen einer Schwangerschaft sind deshalb Müdigkeit und eine allgemeine Abgeschlagenheit.

Wie Hormonschwankungen deinen Körper beeinflussen

Der fortlaufende Wechsel der unterschiedlichen Hormone, die der weibliche Zyklus durchläuft, kann sich sowohl positiv als auch negativ auf deine Stimmung auswirken sowie auch unterschiedliche körperliche Beschwerden verursachen. Diese kommen besonders häufig während des Eisprungs sowie während der Menstruation vor, können aber auch im allgemeinen Lauf des Zyklus auftreten. Wenn du unter zyklusbedingten Beschwerden leidest, können dir unsere verschiedenen Produkte helfen, diese zu lindern.

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Besonders bekannt sind bestimmte Beschwerden direkt vor der Regelblutung, die allgemein als Prämenstruelles Syndrom oder auch PMS bezeichnet werden. Dazu gehören zum Beispiel Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Kopfschmerzen sowie auch einige weitere Beschwerden, die teilweise auch noch während der Menstruation selbst auftreten können. Obwohl die genauen Ursachen für PMS noch nicht bekannt sind, wird davon ausgegangen, dass vor allem der Anstieg von Progesteron und ein gleichzeitig sinkender Östrogenspiegel eine Rolle spielen könnten.

Wechseljahre

Der weibliche Zyklus verändert sich mit dem Alter immer mehr, da die Produktion von bestimmten Zyklus-Hormonen zunimmt, während andere Hormone immer weniger produziert werden. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass sich sowohl die Länge als auch die Intensität der Regelblutung stark verändert. Gleichzeitig lassen sich aber auch viele weitere Veränderungen im Körper sowie unterschiedliche Beschwerden feststellen, die häufig ebenfalls hormonell bedingt sind.

Während der Wechseljahre, auch bekannt als Menopause, sinkt der Östrogenspiegel immer weiter ab, was wiederum dazu führt, dass vermehrt Follikel stimulierende Hormone ausgeschüttet werden. Diese Veränderung kann zu einigen der bekanntesten Symptome der Wechseljahre führen, wie zum Beispiel Hitzewallungen, Schlafproblemen sowie auch starken Stimmungsschwankungen. Durch den Mangel an Östrogen kann außerdem auch die Libido immer weiter abnehmen.

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